Zeiten des Widerstands: Wie aus Gewalt Solidarität entsteht!

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Berlin, 25.06.2010: Das Motto des morgigen Transgenialen ist „Gewaltige Zeiten,
gewaltige Queerer, Widerstand“.

Ein Widerstand mit Signalwirkung hat sich gezeigt anlässlich der Ablehnung des
Zivilcouragepreises des diesjährigen Christopher Street Day durch Prof. Judith
Butler.

„Wir verurteilen Mehrfachdiskriminierung, prangern Homonationalismus an und
sehen diese Solidarisierungsprozesse als eine emanzipatorische Form des
Widerstandes an. Die Ablehnung des Zivilcouragepreises von Prof. Butler ist eine
ernste Botschaft mit Signalwirkung“, so Frau Nuran Yiğit, Sprecherin MRBBVorstand.

Dieser Widerstand speist sich aus Solidaritätsbestrebungen und verortet sich in der
Auseinandersetzung mit homophoben Tendenzen in einer vermeintlich
zweigeschlechtlichen heteronormativen Gesellschaft im Kontext vom Rassismus.
Die Homogenisierung des Lebens in der Migration aus der Sicht der Mehrheitsgesellschaft
ist oft sehr pauschalisierend und polarisierend. Lesben, Schwulen, Biund
Transsexuellen und Transgendern (LSBTT) of Color werden entweder als Opfer
im Sinne vom migrantisch gleich homophob abgestempelt oder sie werden aufgrund
ihrer Mehrfachzugehörigkeit in Diskursen, die noch Weiß-Deutsch tradiert sind, kaum
ernst genommen.

Der gesellschaftliche Raum ist von Gewalt geprägt, weil einerseits gesamtgesellschaftliche
Probleme wie Sexismus, Homophobie und Antisemitismus in
öffentlichen Debatten und Konzepten allein migrantischen, vor allem muslimischen
Gruppen, zugeschoben werden, andererseits weil vielen LSBTT of Color aufgrund
ihrer sexuellen Identität physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt sind. Der
MRBB setzt sich gegen eine polarisierende und pauschalisierende Aufteilung von
gesellschaftlichen Problemen auf bestimmte Gruppen ein.

„Die Komplexität einer Einwanderungsgesellschaft können wir nur gemeinsam
begegnen, allerdings auf gleicher Augenhöhe und als gleichberechtigte
Partner_innen. Dem diesjährigen Transgenialen CSD weht ein Wind entgegen, der
nicht von Gewalt geprägt ist, sondern von Widerstand und
Solidarisierungsprozessen“ betonte Frau Nuran Yiğit.

Ansprechpartnerin: Nuran Yiğit, Sprecherin MRBB-Vorstand

Migrationsrat Berlin Brandenburg e. V. Oranienstr. 34 10999 Berlin
Tel.: +49(30) 616 587 55
Fax: +49(30) 616 587 56
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