Sprecher/innenwahlen im MIGRATIONSRAT BERLIN-BRANDENBURG

 

Berlin, 12.3.2004. Am Freitag, den 12. März 2004 hat der Migrationsrat Berlin-Brandenburg seine konstituierende Vorstandssitzung abgehalten.

Es wurden Mounir Hussein, Eren Ünsal und Moctar Kamara zu den Sprecher/innen des neu gegründeten Verbandes gewählt. Schatzmeisterin ist Izabela Ewertowska.

Der Migrationsrat Berlin-Brandenburg wurde am 7. März 2004 gegründet und hat zur Zeit 45 Mitgliedsorganisationen. Der Migrationsrat ist eine überparteiliche und weltpolitisch neutrale Organisation, der seine Aktivitäten auf Deutschland konzentriert und zu herkunftslandspezifischen Themen keine Stellung bezieht.

Als Interessenvertretung der Berliner/innen und Brandenburger/innen mit Migrationshintergrund setzt sich der Migrationsrat für ihre rechtliche, soziale und politische Gleichstellung ein.

Der Migrationsrat empfiehlt den an der Vorbereitung des deutschen Zuwanderungsgesetzes Beteiligten dringend, sich nicht in Form- und Nebenfragen zu verzetteln, sondern zügig ein Ergebnis vorzulegen, das den Interessen dieses Landes und seiner Bewohner/innen aus über 120 Staaten dieser Welt angemessen ist.

Dazu gehört eine Zu- und Einwanderungspraxis, die die Zukunft des Landes ebenso im Auge hat wie die schwierige Gegenwart von in Deutschland bereits angekommenen Flüchtlingen und Asylsuchenden sowie von bereits seit langem hier lebenden Migrant/innen. Wir erwarten, dass neben einer Anwerbung von Fach- und anderen Arbeitskräften der Familienzuzug in humaner Weise geregelt und die entwürdigende Praxis der Kettenduldung endlich beendet wird. Gleichzeitig muss, den langjährig hier lebenden und wartenden Flüchtlingen und Asylantragsteller/innen endlich das Recht auf unbefristeten Aufenthalt und Arbeit zu ermöglicht werden.

Der Migrationsrat Berlin-Brandenburg fordert ebenfalls eine schnelle Umsetzung des EU Antidiskriminierungsgesetzes und konkrete Maßnahmen zur Förderung der Integration.