Wachsender Hass gegen Muslime und Migranten

 

Berlin, 14.11.2004. Der Migrationsrat Berlin-Brandenburg beobachtet mit größter Besorgnis die aktuelle Debatte über die Verteufelung des Islams und Muslime.

Der Versuch mancher Politiker und der Medien so die Karten zu vermischen, dass der Unterschied zwischen Migranten und Muslimen unerkennbar ist, dient dem Ziel "das Scheitern der Integration", der Minderheiten in die Schuhe zu schieben und den Hass gegen den Islam zu schüren. Die zunehmende Provokation und Anfeindungen gegenüber islamischen Gesellschaftsgruppen als auch andere ethnische Minderheiten stellt eine Bedrohung der multiethnischen Gesellschaften dar und gefährdet das friedliche Zusammenleben in diesem Land.

Der Migrationgrat warnt vor einer Verbreitung des Phänomens der Islamophobie, zumal einige Medien das negative Bild des Islams vermitteln, in dem sie Muslime als Terroristen und Feinde darstellen, vor denen gewarnt wird.

Der Sprecher des Migrationrates Mounir Hussein betont: "Es ist zweifellos wichtig sich mit dem Islam in Europa auseinander zu setzen. Es sollten allerdings keine Konflikte geschürt werden, sonder wir wünschen uns einen konstruktiven Dialog "

Genauso wichtig ist es, dass die Muslime hierzulande und deren Vertreter sich deutlich gegen den Radikalismus stellen und auf die Lehre des Islams zu verweisen.

Der Migrationsrat in Berlin-Brandenburg ist bereit den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern und der Mehrheitsgesellschaft aufzunehmen".

Mounir Hussein

Für Nachfragen und Kontakt (Sprecher/innen...)

Wider die Islamophobie (pdf) - die Presseerklärung des Jüdischen Kulturvereins an Politiker, Medien, gesellschaftliche Einrichtungen, Verbände und Vereine.