Einladung zur Pressekonferenz zum Berliner Partizipations- und Integrationsprogramm

 

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Stehen Berlins Migrant_innenorganisationen vor dem aus?
Einladung zur Pressekonferenz zum Berliner Partizipations- und Integrationsprogramm

Berlin, 23.08.2013: Mitte Juni präsentierte die Integrationsbeauftragte des Berliner Senats Frau Dr. Lüke das neue Partizipations- und Integrationsprogramm, mit dem "künftig vorrangig Migrantenorganisationen" gefördert werden sollen. Das Programm zielt darauf, die politische Partizipation und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrations-geschichte, Migrantenorganisationen und ihre Netzwerke zu stärken. Letzten Donnerstag wurde im Abgeordnetenhaus der dafür vorgesehene Etat für 2014 / 2015 diskutiert.

"Die Zielformulierungen und Handlungsfelder des Programms sind so allgemein gehalten, dass sich daraus nicht sagen lässt, inwieweit eine Stärkung tatsächlich zustande kommen könnte. Bislang herrscht unter den Migrant_innenselbstorganisationen (MSO) vielmehr Unsicherheit und Sorge, um das Wegbrechen von notwendigen Versorgungsangeboten", berichtet Sanchita Basu vom Vorstand des Migrationsrats Berlin-Brandenburg, einer Dachorganisation von über 70 MSO.

So haben alle bislang über das Programm geförderten Projekte die Aufforderung erhalten, ihre Räumlichkeiten vorsorglich zu kündigen. Gleichzeitig wurden alle interessierten Antrags-steller_innen bei der Informationsveranstaltung des Büros der Integrationsbeauftragten darauf hingewiesen, sich um möglichst geringe Mietkosten zu bemühen.

"Die überwiegende Mehrheit unserer Mitglieder ist bei der Finanzierung von Vereins-räumlichkeiten auf Projektgelder angewiesen, da ihnen bislang eine Strukturförderung verweigert wird. Inwieweit durch einen Verlust von Vereinsräumlichkeiten MSO gestärkt werden sollen, bleibt für uns daher völlig unverständlich", so Sanchita Basu und fügt hinzu, "der vorgelegte Haushaltsplan der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, in dem das Partizipationsprogramm nicht einmal 0,74% ausmacht, zeigt jedoch deutlich welch geringen Wert Berlin zukünftig den MSO beimessen wird."

Der Migrationsrat lädt alle Interessierten zu einer Pressekonferenz ein

am 28.08.2013
um 10 Uhr
im Migrationsrat Berlin - Brandenburg

Oranienstr. 34, 10999 Berlin, HH 2. Stock

Bei der Pressekonferenz soll gemeinsam mit der Kurdischen Gemeinde, dem Türkischen Bund Berlin - Brandenburg, dem Polnischen Sozialrat, dem Club Dialog, dem Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin, der Kontakt und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen sowie dem Verein für Interkultureller Arbeit ein Offener Brief an den Berliner Senat vorgestellt werden.

Ansprechpartnerin:

Sanchita Basu
Migrationsrat Berlin Brandenburg e. V.
Oranienstr. 34, 10999 Berlin
Tel.: +49(30) 616 587 55
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Pressemitteilung als PDF: