Einladung zu den Tagen des interkulturellen Dialogs

Berlin, 02.10.2012

Liebe Mitglieder und Freund_innen des Migrationsrats,

vom 11. Oktober bis 16. November 2012 finden die 10. Berliner Tage des interkulturellen Dialogs statt. Das diesjährige Thema lautet „775 JAHRE BERLIN – WER MACHT GESCHICHTE(N)?“. Der Migrationsrat veranstaltet in diesem Zusammenhang gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partnerorganisationen vier Dialogtische, zu denen wir Sie recht herzlich einladen möchten.

Wer ist hier homophob? - 1001 Geschichten von der Islamisierung der Homophobie.

Do, 18.10.2012, 18.30 Uhr
Ort: Kluckstraße 11.
In Kooperation mit Gladt e. V. und ReachOut / Ariba e.V.

Der marokkanische Gelehrte Muhammad as-Saffar schreibt in den 1840er über Europa: „Tändeleien, Romanzen und Umwerbungen finden bei ihnen nur mit Frauen statt, denn sie tendieren nicht zu Knaben oder jungen Männern. Vielmehr gilt ihnen das als extrem schädlich“ (vgl. Khaled El-Rouayheb 2005). Wie steht es um das Europa des 21. Jahrhunderts? Ist es ein Mekka für schwules, lesbisches und trans* Leben!? Und wird es - dem Mainstream schwullesbischer Medien folgend - bedroht vom gewalttätigen Migrant und seiner Importbraut Homophobie!?

Racial Profiling – Die Mär von dem_der „kriminellen Ausländer_in“

Do 25.10.12, 18 Uhr
Ort: MRBB e. V., Oranienstr. 34
In Kooperation mit KOP/ARIBA e. V.

Es werden gesonderte Statistiken zur Ausländerkriminalität und Anti-Ausländerkriminalitäts-Wahlkämpfe geführt. Bei Studien zur Kriminalität werden Jugendliche im Klassenzimmer entlang ihrer Ethnie/Kultur voneinander getrennt. Im Februar 2012 genehmigt ein Koblenzer Gericht die gesonderte Polizeikontrolle "ausländisch-aussehender" Menschen. Wer macht die Geschichte(n) von dem_der "kriminellen Ausländer_in" und was machen diese Geschichten mit uns? Wie spiegeln sie sich in der Polizeiarbeit wieder?

"Von der Schwierigkeit in Deutschland über Rassismus zu sprechen: Ein Gespräch mit Dr. Kien Nghi Ha".

Do, 01.11.2012, 18 Uhr  
Ort: MRBB e. V., Oranienstrasse 34,
10969 Berlin
In Kooperation mit Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB (ADNB des TBB) und ReachOut Berlin


Ausländerfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit, Xenophobie, Ethnisierung... Die Liste ist lang, wenn es darum geht, den Begriff des Rassismus zu vermeiden. Warum aber ist es so schwer, den Begriff Rassismus zu verwenden, wenn es doch im Grunde darum geht? Gibt es ein Tabu in Deutschland? Welche historischen und gesellschaftlichen Gründe liegen dem ganzen zugrunde? Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam mit dem Migrations- und Rassismusforscher Dr. Kien Nghi Ha diskutieren.

Kontakt und Anmeldung:  Nuran Yigit, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ,  Tel.: 61 30 53 28
Veranstalter: Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB (ADNB des TBB) und ReachOut Berlin

(M)Eine Geschichte – Eine Ausstellung zum Mitmachen

Di, 06.11.2012, 18 Uhr
Ort: LesMigraS, Kulmer Str. 20a.
In Kooperation mit LesMigraS und TrIQ e.V

Wir wollen Eure Erlebnisse, Erinnerungen und gegenwärtige Alltagsmomente in Form von Gedichten, Gegenständen, Fotos, Collagen, Comics, Zeichnungen etc. in einer Wanderausstellung zusammenbringen und sie dann in den Räumen der Lesbenberatung Berlin e.V., des MRBB und TrIQ e.V. ausstellen. Die Beiträge können biografisch, imaginär oder symbolisch und in der Sprache, in der sich jede_r „zu Hause“ fühlt ausgedrückt sein. Mehr Infos gibt es auf unseren Homepages.

Ich hab gedacht, ich bleibe auf der Straße

Do, 08.11.2012 18 Uhr,
Ort: Familiengarten, Oranienstraße 34 HH.
In Kooperation mit Interkulturelle Initiative e.V. und Familiengarten / Aile Bahçesi

Große Wiedersehensfreude. Im Januar 2011 treffen sich Frauen wieder, die vor 10 Jahren im Frauenhaus Zuflucht gefunden hatten. In der Zwischenzeit haben sie sich alle ein neues Leben aufgebaut, mit ihren Kindern in einer eigenen Wohnung und einer Arbeit. Im Film erzählen diese mutigen und Mut machenden Frauen ihre Geschichten.  Ein Dokumentarfilm von Anne Frisius in Zusammenarbeit mit der Interkulturellen Initiative e.V. und anschließender Dialogrunde.

Einladung als PDF